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Straßenansicht um 1930.

Historie.

Das Vorderhaus der Senffabrik wurde 1892 erbaut. In den Jahren zwischen 1905 bis 1930 sind auf dem Gelände ein Hausmeistergebäude und zwei 2-geschossige Werkstattgebäude mit Keller entstanden.

Durch Bombenangriffe wurden Teile der Hofbebauung zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das Vorderhaus brannte komplett aus. Nur die Fassade und die tragenden Wände blieben erhalten. Nach dem Krieg wurden die Decken aus Beton wieder hergestellt. Das Dach durfte nicht wieder errichtet werden, da die Stadtplanung eine 4-spurige Verbreiterung der Neusser Straße vorsah. Eigentlich sollte die Senffabrik bis in die 80-iger Jahre hinein dieser Planung zum Opfer fallen.

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Hofgebäude um 1935.


Die Nutzung.

Auf dem Gelände waren die unterschiedlichsten Produktionsstätten ansässig: anfangs die Senffabrik, dann ein Dampfwalzenhandel, Schreinereien und letztlich die Lederwarenfabrik Winter&List. Nach Einstellung der Lederwarenproduktion im Jahr 1970, bezog die Komödie mit Verwaltung, Probebühne und Werkstätten die Räumlichkeiten. Ende 2003 hat die Komödie, unter neuer Leitung, Ihre Verwaltung zum Theater auf die Steinstraße verlegt. Dadurch wurde das Vorderhaus frei und konnte saniert werden. Für die neuen Mieter wurden endlose Zwischenwände abgerissen, neue Versorgungsleitungen verlegt, Holzfenster eingebaut und sämtliche Wand- Decken- und Bodenflächen erneuert. Im 1. Obergeschoss arbeitet Unique Records, im 2. Obergeschoss Parasol Island.
 
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Ein unbekannter Mitarbeiter der Komödie.


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Umgebung.

Die obige Luftaufnahme von 1934 zeigt unten links die alte Senffabrik im Originalzustand. Das Vorderhaus hat noch ein Satteldach, das heute 1-geschossige Werkstattgebäude besteht aus 2 Etagen. Das westliche 2-geschossige Werkstattgebäude ist am unteren Bildrand abgeschnitten.

Das Nachbargebäude (Bildecke unten links) gibt es heute nicht mehr. Vom linken Rand kommen Neusser- und Lorettostraße ins Bild. Oben rechts sieht man die Bilker Allee. Von rechts kommt die Benzenberg- und Martinstraße.

Im Mittelpunkt der Aufnahme sieht man die St. Martinskirche. Sie wurde ursprünglich in den Jahren 1893-1895 an Stelle der Lorettokapelle in Backsteingotik erbaut. In einem Orkan am 8. Juni 1924 stürzte die 40 Meter hohe Turmhaube auf das Wohnhaus Bilker Allee 4, welches heute das "Fiasco“ ehemals Gaststätte „Turmfang“ beherbergt. Der Turm wurde dann notdürftig gesichert. Im Krieg völlig zerstört, wurde sie 1951/52 auf den alten Grundmauern neu errichtet.


Bilder unten: Hofgebäude nach dem Krieg.

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